Fremdsprachenzertifikat

Die Azubis an unserer Schule haben die Möglichkeit, sich ihre Englischkenntnisse im Gesundheits- und Pflegebereich in der Stufe II zertifizieren zu lassen. weiter

Interkulturelles schul- und klassenübergreifendes Tagesprojekt

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- ein Beitrag zur Verteidigung des Titels „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

BEGEGNUNG, AUSTAUSCH, FREUDE und SPASS standen für uns ganz oben auf der Liste der
Ziele, die wir uns für den 25.04.2017 – unseren schul- und klassenübergreifenden Projekttag –
gesetzt hatten.

WIR? Das sind die Klassen ZFA16a sowie gsGy 16-3 der Ruth-Pfau-Schule. Eingeladen haben wir
die VKA Klasse des BSZ Grimma. Im Kontext einer gemeinsamen Unterrichtsthematik:
Kommunikation (im Deutsch und GSO-Unterricht) gestalteten wir aktiv einen Tag der tatsächlichen
Begegnung – und zwar mit jungen Menschen unseren Alters, deren Herkunftsland nicht
Deutschland, sondern, wie wir erfuhren Eritrea, Somalia, Afghanistan, Syrien, Irak, Pakistan, Iran,
Palästina, Albanien und Rumänien ist.

Ziel unseres Projektes war es, Kommunikationsbarrieren, Vorurteilen und Ängsten zu begegnen,
und diese, über die unmittelbare Begegnung miteinander, (ein Stück weit) abzubauen.
Es ist uns gelungen, unser Bild von Menschen anderer Herkunft, Religion und Kultur mit sehr
positiven Erfahrungen anzureichern. Auf der Basis dieser Erfahrungen werden wir die oft sehr
pauschalen Aussagen und Sichtweisen, denen wir tagtäglich über die Medien, aber auch durch
Mitmenschen ausgesetzt sind, das ein oder andere mal mehr (oder auch weiterhin) kritisch in Frage
stellen.

Da unsere Schule den Titel: Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage trägt, was ihr ja alle wisst
und was wir für unseren Teil sehr gut heißen, war es uns ein Bedürfnis, tatsächlich zu zeigen, dass
wir uns damit nicht nur schmücken, sondern die damit einhergehende Haltung auch wirklich
befürworten und unterstützen.

Die Planung für dieses Projekt begann bereits im 1. Halbjahr des Schuljahres 2016/ 2017,
gemeinsam mit unserer Klassenlehrerin Frau Bender. Die Methode der Wahl war das Lernen an
Stationen. An den Stationen:

• verbale und nonverbale Kommunikation,
• spielerisches Kommunizieren und
• Kreativwerkstatt

hatte jeder die Möglichkeit, sich auf unterschiedlichen methodischen Wegen miteinander
auszutauschen, einander (persönliche) Fragen zu stellen, zu lauschen, zu lachen, sich auch zu
wundern, voneinander zu lernen, sich mit seiner Persönlichkeit aktiv in das Projekt einzubringen
und sich letztlich gegenseitig, wenn auch nur ein wenig, kennenzulernen.

Nachdem wir den Kriegersaal im Wirtschaftsgebäude für unser Projekt vorbereitet hatten, kam nun
um 9:00 Uhr die VKA-Klasse des BSZ Grimma im doppelten Sinne gut bei uns an. Es folgte eine
wechselseitige, voller Neugierde sowie Aufregung und Unsicherheit geprägte Begrüßung sowie die
ersten Begegnungen. Nach einigen organisatorischen Hinweisen begann nun das Lernen an
Stationen. Mit stets angenehmer Hintergrundmusik wurde die Atmosphäre schnell zunehmend
lockerer.

Zwischen leisem Geflüster, bis hin zu lautem Gelächter, begleitet von fröhlichen Gesichtern der
Schüler bedurfte es gar nicht so vieler gemeinsamer Worte, um mit bekannten Spielen wie z. B.
Stille Post an der Station spielerisches Kommunizieren eine wunderbare Atmosphäre zu schaffen, in
der alle mittendrin, statt nur dabei waren.
Im Gegenzug dazu konnte man am Nebentisch traurige, schockierte und überraschte Gesichter
sehen. Was war schief gelaufen? Nichts! Denn wer an diesem Tisch saß, hatte die Aufgabe, ganz
verschiedene emotionale Zustände mimisch und gestisch darzustellen.

Im wahrsten Sinne des Wortes gelöchert, wurden die VKA-Schüler an der Station verbale
Kommunikation, wo nun Fragen zur Person, zu den jeweiligen Denkweisen und zu den
Heimatländern gestellt und Antworten, so gut es eben jeweils ging, gegeben wurden.
Bei der Kreativwerkstatt erhielten die Schüler die Möglichkeit, sich künstlerisch zu entfalten. So
konnten die Schüler beispielsweise die eigene Hand als Formgebung nehmend, die eigene
Persönlichkeit, Lebensziele, Wünsche, Hobbys etc. mit Farbe, Bildern, Symbolen und Worten
darstellen, Collagen erstellen und als Fortgeschrittener auch Origami-Figuren anfertigen. Natürlich
saß man auch hier nicht schweigend nebeneinander, sondern es entwickelten sich durchaus sehr
persönliche Dialoge.

Eine weitere Station, die es ermöglichen sollte, dass nun wirklich ALLE Schüler (70)
zusammenkommen und einander begegnen konnten, war die Station Sport/ Bewegung. Hierfür
wurde uns die Sporthalle zur Verfügung gestellt. Diese Station rundete den Projekttag ab, da bei
Brennball, Volleyball, Tischtennis und einer „speziellen Variation“ des Badmintons nochmals sehr
große Begeisterung und Freude aufkamen.

Zu guter Letzt wurde noch ein wenig zu landestypischer Musik getanzt sowie die Eindrücke des
Tages mit den Worten „... manchmal bedarf es wirklich nicht vieler Worte...“ zusammengefasst. So
auch das Fazit der Schüler(innen): nicht WAS wir kommunizieren ist so enorm wichtig, sondern
WIE, nämlich offen, freundlich, mit Herz, Neugierde und ohne konkrete Erwartungen.
Für das Zustandekommen, die Unterstützung, Umsetzung und Förderung dieses uns sicher in
Erinnerung bleibenden Projektes, bedanken wir uns bei:

• der VKA-Klasse des BSZ Grimma und deren Klassenlehrerin Frau Nicklisch,
• Frau Aresin (Lehrerin des BSZ Grimma),
• Herrn Schmidt (Schulleiter des BSZ Grimma),
• Herrn Kühn (Sportlehrer der Ruth-Pfau-Schule) und
• Frau Bender (Klassenlehrerin der ZFA16a und gsGy16-3).

Andrea Fischer, Sophie Kreiß,
Dorothea Regier und Gabriella Velde (ZFA16a)

Die Ruth-Pfau-Schule ist eine öffentliche Schule.

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