Zahnpflegeprojekt 2018

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10.4.2018 7:30 Uhr Für die meisten Schüler der Ruth-Pfau-Schule ist es ein normaler Dienstagmorgen. Nicht so für die A16 und die Klasse der ZFA16b. Diese beiden Klassen haben sich vor einem halben Jahr das erste Mal getroffen, um an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten, um die Mundhygiene für die älteren Menschen in Einrichtungen der Altenpflege zu verbessern. Dieses halbe Jahr Arbeit war eine Probe für jede Gruppe, denn sich neben Arbeit und Schule miteinander zu treffen, um sich in seiner Freizeit mit einem solch komplexen Schulprojekt zu befassen, ist eine Herausforderung für jeden. Einige Gruppen meisterten diesen Spagat sehr gut. Andere brauchten Starthilfe. Was ein Glück, gab es die vier Konsultationen, die zur Lösung aller Probleme führten. Bei diesen wurden der aktuelle Arbeitsstand erfasst und Tipps gegeben, wie man mit Streitigkeiten klar kam. Auch wurden Probleme gelöst, die bei der Bearbeitung der Präsentation auftauchten. Und heute war der Tag gekommen, die Ergebnisse von einem halben Jahr Arbeit einander vorzustellen und zu sehen, ob die Präsentation auch so lief, wie man es sich gewünscht hatte. Nach einer kurzen Erklärung, wie der heutige Tag ablaufen würde, wurden die bereitgestellten Zimmer vorbereitet und die vier Gruppen der ZFA16b bereiteten sich darauf vor, ihre Arbeiten als erste vorzustellen.

8:00 Uhr Anhand von Stationenarbeiten begann das Projekt pünktlich und die vier Gruppen der A16 teilten sich auf die vier Stationen auf. Dort klärten ZFA zu verschiedenen Themen professionell auf, wie „Arten von Zahnersatz“, „Mundschleimhauterkrankungen“, „Umgang mit Zahnersatz“ und auch die „allgemeine Mundhygiene“. Die verschiedenen Stationen waren sehr unterschiedlich gestaltet. An der einen Station konnte man gegen die eigenen Gruppenmitglieder Memory spielen. Der Gewinner bekam eine kleine Süßigkeit (wenn auch nicht ganz gesund für die Zähne). An der zweiten Station wurde ein Kreuzworträtsel gelöst, um den Lösungssatz zu finden. Es war sehr unterhaltsam und dadurch konnte man noch besser lernen wie die Wissensabfrage an jeder Station zeigte. 9:40 Uhr gab es dann eine kleine Pause für alle und die nächsten Räume wurden vorbereitet, denn zu Ende war der Tag noch lange nicht.

10:00 Uhr Nach einer kleinen Frühstückspause waren nun die Vorträge der A16 an der Reihe. Die Altenpflegeschüler/innen haben sich ebenfalls mit vier unterschiedlichen Themen befasst, die in einer Stationsarbeit erläutert werden. Die Themen lauteten „Mundhygiene im Heim“, „Grunde für Mängel der Mundhygiene“, „Untersuchungsbedingungen für den Zahnarzt im Heim“ und auch „Mundpflege bei Demenzerkrankten“. Die Altenpfleger zeigten auch interessante und wohlüberlegte Präsentationen, die mit Filmmaterial, Anekdoten und teilweise praktischen Beispielen unterstrichen wurden. Am interessantesten war zu sehen, wie einige ZFA darauf reagierten, was die Altenpfleger ihnen sagten. So gab es allgemeine Überraschung als es hieß, dass Zeitmangel nicht der größte Grund ist, dass Mundpflege nicht gemacht wurde. Man merkte aber auch, dass ihnen einiges unangenehm war, was für Altenpfleger Alltag war. So aber auch anders rum. Bei beiden Berufsgruppen zeigten sich schnell neue Erkenntnisse und unbekannte Tatsachen des jeweils anderen. Man ging nun anders mit dem Beruf des anderen um. Vorurteile wurden mit diesem Projekt genommen.

14:00 Uhr Nach einer gemeinsamen Auswertung beider Klassen über den Projekttag gingen alle mit einem angewachsenen Wissen und auch mit mehr Verständnis aus dem Klassenzimmer. Man plante noch den Praxistag, an dem die ZFA bestimmte Altenpflegeeinrichtungen besuchen, um dort die Theorie in Praxis zu verwandeln. Alle wirkten erleichtert, dass ihre Vorträge gut angekommen sind und äußerten sich positiv zu dem Projekt. Nun kommt nur noch der letzte Teil. Der Praxistag am 27.6.18. Ausgewählte Heime der SAH lassen interessierte ZFA mit einem ihrer Azubis laufen, um mit ein paar Bewohnern zu arbeiten. So können Fragen praxisnah beantwortet werden und die Mundhygiene für den Bewohner kann sich verbessern. Die Gefühle an diesem „Theorietag“, mit all seinen Vorträgen, waren gemischt. Meist war es Neugier, Angst und Aufregung zugleich, die den Schüler*innen dieser beiden Klassen zu schaffen machten. Nur wenige konnten wirklich entspannt bleiben, während sie ihre Vorträge hielten, doch lief es für jede Gruppe sehr gut, was der Applaus am Ende jedes Vortrags bestätigte. Nachdem alles vorbei war, waren alle viel lockerer und es kam auch zu einigen Unterhaltungen zwischen ZFA und Altenpflegern, während sie zusammen nach Hause gingen oder sich einen Kaffee gönnten nach ihrer Leistung.

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